Kürzlich in einem Foto-Seminar zum Thema Landschaftsfotografie wurde mir schlagartig bewusst, dass ich mit meiner kleinen Canon EOS 500 das Schlusslicht der Gruppe darstellte. Der erste Tag begann mit einem Ranking der Kamera-Boliden… Wie bei der Werbung im Tierreich um das schönste Weibchen balzte jeder Teilnehmer hemmungslos mit seiner Super-Kamera umher, so dass man den Eindruck bekam, gute Bilder ließen sich nur mit einer Investitionssumme von mindestens 5000 EUR umsetzen.
Das Ergebnis der ersten Fotosession belehrte einige der Herren jedoch eines Besseren. Nicht die Kamera, sondern der Blick für die Dinge, die Idee der Komposition, Perspektive und Ausschnitt waren die Stützpfeiler eines guten Bildes. Die richtige Position finden und sich Zeit lassen für den richtigen Moment und das richtige Licht war für einige der Gruppe nicht einfach. Oftmals hatte ich den Eindruck es galt die Devise: Viel Fotografieren, dann wird schon eins dabei sein aus dem man was machen kann….! Soviel zur Kunst der Fotografie!
Ich werde auf jeden Fall weiter versuchen spannende Momente mit meiner “Einsteiger-Spiegelreflex” einzufangen und sogar gelegentlich mein IPhone für diesen Zweck einsetzen. Die Technik ergänzt bei gekonntem Handling sicher die Kreativität, aber sie ersetzt sie nicht. Ein gutes Bild entsteht im Kopf und nicht in der Kamera!
SmartPhone Fotokunst: Dan Burkholder | Minimal 100 | Fotokunst dank günstiger Apps | Through the lens of an IPhone
