Die Gautschfeier naht ..

Bald ist’s wieder soweit und unsere Medienschaffenden haben ihre Abschlussprüfung nach drei Jahren Ausbildung zu absolvieren. Nach bestandener Prüfung folgt dann die feierliche Zeremonie des Gautschens. Gautschen ist ein bis ins 16. Jahrhundert zurückgehender Buchdruckerbrauch, bei dem ein Lehrling nach bestandener Abschlussprüfung im Rahmen einer Freisprechungszeremonie auf einen nassen Schwamm gesetzt wird und im Anschluss in einer Bütte untergetaucht wird. In seiner ursprünglichen Bedeutung bezeichnet der Begriff „Gautschen“ den ersten Entwässerungsschritt nach dem Schöpfen des Papiers, das Ablegen des frisch geschöpften Papierbogens vom Sieb auf eine Filzunterlage.

Natürlich gibt es diese klassischen Berufe bereits lange Zeit nicht mehr. Dennoch wird dieser Brauch an vielen Ausbildungsstandorten weiterhin gepflegt und die Absolventen, also die Jünger Gutenbergs, schätzen diesen besonderen Abschluss und behalten ihn lange in Erinnerung. Also werden Mediengestalter und Medientechnologen weiterhin mit kaltem Wasser freigesprochen und das macht nicht nur den Betroffenen Spaß! ;-)

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