Schwarz-Weiß-Fotografie

Kamera auf Stativ

Oftmals ist es reizvoll und sogar von Vorteil auf die Farbinformationen eines Motives zu verzichten und das Bild in Schwarz-Weiß zum finalen Endprodukt zu wandeln. Der Reiz der SW-Fotografie liegt zum einen sicherlich daran, dass man sich von der Farbenflut heute regelrecht satt gesehen hat und eine SW-Ansicht sich angenehm von dem farbenreichen Alltag abhebt. Zum anderen kann ein SW-Foto den Fokus manchmal auch besser auf das Motiv oder die Bildkomposition lenken ohne durch Farbeindrücke abgelenkt zu werden.

Wie macht man ein SW-Bild. Nahezu alle Kameras bieten inzwischen die Möglichkeit direkt im SW-Modus zu fotografieren. Dies hat jedoch den Nachteil, dass man sich auf die Algorithmen der Kamera verlassen muss und selbst keinen Einfluss mehr auf die Helligkeitsverteilung im Bild nehmen kann. Fotografiert man farbig, so hat man für die Nachbearbeitung bzw. die SW-Konvertierung drei Farbkanäle mit mindestens 8, besser 16 Bit pro Kanal zur Verfügung. Nun kann man im RAW Konverter nondestruktiv die beste Tonwerteverteilung herauskitzeln oder das JPG in Photoshop, Gimp oder Affnitiy Photo auf vielfältige Art konvertieren. Auch gibt es inzwischen viele PlugIns oder eigenständige Softwarelösungen die sich auf die SW-Konvertierung spezialisiert haben. Hierbei ist für Photoshop das PlugIn “B&W Effects” von Topaz zu nennen. Viele Presets, Lichteffekte, Feintuningmöglichkeiten bieten nahezu alles was man für ein gelungenes SW-Bild benötigt. Das wahrscheinlich bekannteste unter den PlugIns für die SW-Entwicklung dürfte  “Silver Efex Pro” von Nick sein. Hier gibt es negen vielfältigen Bearbeitungsmöglichkeiten 20 Filmtypen zur Auswahl, welche dem analogen Zeitalter nachempfunden sind. “Tonality” von Macphun bietet über 150 Presets, Effekte, Multilayer-Bearbeitung und ebenso Film-Emulationen. Tonality ist relativ neu auf dem Markt und als Stand Alone Lösung oder als Photoshop-Plugin erhältlich.

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