Plakatgestaltung

Reden wir von Plakatgestaltung muss man sich zunächst mal über die Art des Plakates und somit der entsprechenden Werbefläche auseinandersetzen. Handelt es sich um ein Indoor-Plakat oder um eine Außenwerbung? Wo soll die Außemwerbung positioniert werden? Ist die Werbung hinterleuchtet, steht die Werbung an der Straße oder in einer schlecht ausgeleuchteten Ecke  u.s.w. Hierbei werden verschiedene Außenstellen unterschieden, wie zum Beispiel …

  • Allgemeinstellen (Stellen die in der Regel von mehreren Werbetreibenden genutzt werden)
  • Ganzsäulen (Litfasssäulen)
  • Großflächen
  • Citylight Poster (Verglaste Vitrinen an Haltestellen)
  • Megalights (verglaste, hinterleuchtete Großflächen, bei denen die Werbung wechseln kann)

Zudem kommt  in der Außenwerbung dem Bedruckstoff und der  Farbe eine besondere Bedeutung zu, da die Information gegen verschiedene Umwelteinflüsse wie Regen, Wind und Sonne geschützt werden müssen. Dies wird durch wasserfeste Bedruckstoffe, lösemittelhaltige Farbe (Solventtinten) und eventuell durch Veredelungsverfahren erreicht.

Plakate die im Außenbereich eingesetzt werden, sollten also …

  • reißfest,
  • wasserfest,
  • und UV-beständig sein!

Für all diese technischen Aspekte empfehle ich die Website des Fachverbands Außenwerbung e.V. auf der informative Broschüren zu dem Thema zum kostenlosen Download angeboten werden!

Gemein ist allen Plakaten, dass sie in der Regel nur kurz erfasst werden. Das heißt es muss “im Vorbeigehen” die wichtigste Information aufgenommen werden bzw. Neugier geweckt werden.

 

Link  Broschüre Außenwerbung

Sehr informative Broschüre zum Thema Außenwerbung

vom Fachverband Außenwerbung e.V. !

Betreffend der Gestaltung sind in der Regel Gestaltungsgrundlagen bzw. Grundsätze hilfreich, auf die im Folgenden näher eingegangen wird …

 

  • Die Kernbotschaft des Plakates muss groß und prägnant präsentiert werden.
  • Besser ein formatbestimmenden Eyecatcher (Bild, Grafik … ) als mehrere kleine Elemente!
  • Maximal 5 Elemente auf der Plakatfläche!
  • Sekundärinformationen (Adresse, Kontakt,…) deutlich in der Größe reduzieren!
  • Headline auf max. zwei Zeilen reduzieren! Subheadline möglich!
  • Wesentliche Bestandteile wie Eyecatcher und Headline müssen spontan in ihrer Aussage erkennbar sein! (Was nicht heißt, dass die Aussage direkt mit dem Werbetziel verknüpft sein muss.)
  • Starke farbliche Kontraste, die auch noch bei mittelmäßigen Lichtverhältnissen gut erkennbar sind.
  • Durch die Hauptelemente Neugier und Interesse wecken!
  • Logo denzent platzieren!
  • Wenn vorhanden Hausfarben einsetzen!
  • Einzelelemente zu einem einheitlichen Layout verbinden! (durch z.B. Bezugslinien, Ausrichtung, Schriftwahl, Farbe…)

 

Ein Beispiel …

Das linke Bild verfügt über verschiedene Informationsblöcke. Die Frage ist, ist diese Info notwendig? Viele Blöcke mit ähnlicher Gewichtung machen es schwierig in kurzer Zeit das Wichtige zu erfassen.  Es ist keine klare Struktur und Gewichtung der Inhalte zu erkennen. Das rechte Beispiel erzeugt durch die Reduktion der Inhalte Neugierde. Das Plakat hat einen klaren Fokus durch die groß positionierte Headline! Die Grafik welche als Eyecatcher fungiert, hat Platz und wirkt auf dem Freiraum klar und prägnant! Ist das Interesse geweckt schaut man sich auch das Kleingedruckte an!

 

Plakatbeispiel

Ein klasse Beispiel für die konzeptionelle Arbeit bei der Entwicklung eines Plakates könnt ihr unter folgendem Link anschauen! In 25 min beschreibt Johanna_Elsen auf ihrem Kanal die Entwicklung und Umsetzung eines Plakates für die Buchmesse. Absolut sehenswert! Hier geht`s lang!

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